Telefontraining – Tipp 5: Die Stimme

Ein Beitrag aus der Reihe „Richtig telefonieren – Tipps aus dem Telefontraining“

Welche Präsentationsmittel haben Sie am Telefon zur Verfügung? Tatsächlich, nur eines. Ihre Stimme. Damit Sie erkennen, wie Sie am Telefon stimmlich gut rüberkommen, machen Sie doch bitte ein kurzes Experiment:

Schritt 1) Vorbereitung:

Besorgen Sie sich einen beliebigen Text. Ein Zeitungsartikel erfüllt diesen Zweck, dieser Blogbeitrag tut es auch. Und ein Gerät, mit dem Sie Ton aufzeichnen können.

Schritt 2) Vorlesen mit gleichem Kraftaufwand

Starten Sie die Aufnahme. Lesen Sie zuerst den Text im Sitzen laut vor, emotionslos und gleichmäßig, also mit einem durchgehend gleichen Kraftaufwand.

Schritt 3) Vorlesen mit bewussten Veränderungen

  • Körperhaltung: Während Sie unentwegt gleichmäßig weitersprechen, versuchen Sie aktiv Ihre Körperhaltung zu verändern. Neigen Sie sich zunächst vor und zurück. Sitzen Sie zuerst aufrecht und dann in sich zusammengesunken. Achten Sie darauf, wie sich der Klang in Ihre Stimme verändert, wie sie bei einer aufrechten Haltung voluminöser und kräftiger, bei einer zusammengesunkenen oder verspannten Haltung gepresster, schwächer und hilfloser wird.
  • Armposition: Heben Sie Ihren Arm zum Ohr, so als würden Sie ein Telefon halten und klemmen Sie das imaginäre Telefon zwischen Wange und Schulter ein. Danach simulieren Sie mit Ihren Händen das Tippen auf der Tastatur. Halten Sie Ihre Arme nun still, dann gestikulieren Sie mit dem Text.
  • Headset: Nun stellen Sie sich vor wie ein Headset beim Telefonieren Ihre Leistung steigert, nicht nur weil Sie schneller tippen können sondern weil Ihnen die entspanntere Brust- und Schultermuskulatur eine ganz andere Resonanz verschafft als das ver- und geklemmte Telefon-in-der-Hand-am-Ohr.
  • Aufstehen: Stehen Sie kurz auf und setzen Sie sich wieder hin.
  • Gestik: Werden Sie sich bewusst, wie Sie mit Gesten Ihre Ausdruckskraft erhöhen, auch wenn keiner die Gesten sehen kann.
  • Mimik: Verändern Sie auch Ihre Mimik während Sie sprechen. Lächeln Sie, schauen Sie dann ernst.
  • Atmung: Im Anschluss variieren Sie die Atmung. Atmen sie beim Sprechen erst flach und kurz. Dann machen Sie tiefere, lange Atemzüge so, dass sich Ihre Bauchdecke mit den Atemzügen hebt und senkt und Sie sich entspannter fühlen. Achten Sie auch darauf, wie sich Ihre Sprechgeschwindigkeit und Lautstärke durch aktive Bauchatmung positiv verändert.

Schritt 4) Beurteilung und Selbstreflexion

Hören Sie die Aufnahme anschließend an. Die Stimme, die Sie da hören, in all den Variationen, die ist alles, was Ihr Gesprächspartner von Ihnen am Telefon wahrnehmen kann. Worauf Sie dabei achten können und müssen, um so wahrgenommen zu werden wie Sie das wollen, haben Sie gerade erfahren. Natürlich können die Hinweise aus dieser Übung kein vollständiges Stimmtraining ersetzen. Aber ein paar nicht ganz unwesentliche Schritte können sie Sie schon weiterbringen.


Wenn Sie noch mehr wissen möchten und an einem professionellen Telefontraining interessiert sind, kontaktieren Sie uns gerne. Wir freuen uns auf Ihre Anfrage!

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